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... die für Italien und zum Kolonialreich wichtigen Seewege.) mal feindlichen Heeren als Einfallstor gedient haben. Doch volle vier Fünftel der Grenzen werden durch offene Meeresküsten gebildet, deren Verteidigung schon von jeher nicht leicht war, im Zeitalter der weittragenden Geschütze und unerhört schnellen Kampfund Jagdflugzeuge aber um ein Mehrfaches erschwert ist. Dazu kommt, dass während jenen Jahrzehnten, da Italien zerrissen und ohnmächtig am Boden lag, andere Mächte Kolonial-Positionen erobert haben, die in unserer Epoche von überragender Bedeutung sind. Nicht viel besser steht es um die Bodenschätze, welche die Weiterentwicklung der Wirtschaft überhaupt erst ermöglichen; Italien ist arm an Erzen, Kohlen, Erdölen und andern Eohstoffen, die für den Aufbau» der nationalen Existenz unumgänglich notwendig sind. Wieweit sich ein Land dem Druck eines andern unterziehen muss, ist aber vor allem dadurch bedingt, in welchem Masse es bei der Befriedigung seiner leiblichen Bedürfnisse abhängig ist. Diese Umstände bilden den eigentlichen Grund, weshalb die italienische Politik imperialistisch sein muss, wenigstens soweit dies einen angemessenen Anteil an den natürlichen Reichtümern der Erde betrifft. Dass davon der «Wille zur Macht» als Endziel, wie er die Politik des Jahrhundertanfangs beherrschte und auch in unsern Jahren öfters wieder aufflackert, ...
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