Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... man den Kopf und verwünscht das zwanzigste Jahrhundert, das uns zweifelsohne ausser dem angenehmen Automobil auch viel Unangenehmes und Unerwünschtes gebracht hat. Jeder Europäer verdammt die Technik, die den schlafenden Orient geweckt hat: Der Europäer erwartet in Stambul Kamele und verschleierte Frauen und ist enttäuscht, wenn er geschminkte Ladenmädchen findet, Gigolos in knielangen Kitteln und ebenso dreiste Taxi-Chauffeure wie in Paris. Das sind die am ersten sichtbaren Anzeichen marschierender Emanzipation. Es ist nicht so einfach, einer Frau den Schleier vom Gesicht zu reissen, ohne ihr ein anderes Antliz zu geben. Neue Hüte und überall angeschlagene lateinische Alphabete sind zwei Dinge, die in die Augen stechen. Nur in den versteckten Tälern wagen einige alte, ehrwürdige Männer den Fez noch zu tragen. Der grosse Kemal Pascha ist nun tot, und von der neuen Regierung erhoffen diese alten Leute vielleicht eine Lockerung der sehr strengen Gesetze. Pera Avenue, die sich in langem Bogen hinzieht, ist Sfambuls Picadilly oder Montmartre geworden: In roten und blauen Neonleuchtschriften rufen Kinos und Cabarets zum Besuch, und nur an den Mauern der Moscheen, auf den Banknoten und gewissen noch im Umlauf befindlichen Geldstücken findet man noch die schönen, geschwungenen Schriftzeichen der Sprache des Korans. < Lö Jurnal" Doryan > heisst ...
Kommentare