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... und diskutiert die Chancen der Teilnehmer. Hunderte von Buben ergattern Autogramme von jedem, der etwas nach «schnellem Fahrer» aussieht, und ein über achtzigjähriges, gebeugtes Frauchen schaute dem Fahrer eines Osca, der an ihr mitten in der Stadt mit über hundert vorbeiflitzte und sie fast streifte, mit leuchtenden Augen nach: «Che e bello . » Brescia ging in der Nacht vom 3. auf den 4. Mai nicht ins Bett. Unermüdlich umsäumten Tausende von Zuschauern die Startrampe am Ostausgang der Stadt, energisch aufbegehrend, wenn ihnen ein Regenschirm die Sicht auf ihre Lieblinge versperrte, in begeisterten Beifall ausbrechend, wenn sich Stars wie die Gebrüder Marzotto, ein Fagioli oder ein Taruffi auf die lange Fahrt machten. Für Journalisten gehört die Mille Miglia zu den schwierigsten Anlässen. Wer nicht wie unser Mitarbeiter Rodolfo Mailander schon tagelang vor dem Start mit den vielen Mannschaften Tuchfühlung aufnimmt, kann auch den Verlauf des Rennens nachher nicht beschreiben. Die Mille Miglia kann man nicht «sehen». Eigene Eindrücke lassen sich nur von Start und Ziel sowie vielleicht noch im Verlauf eines Abstechers von einem weiteren Punkt der Strecke sammeln. Sonst ist man vollständig auf das engmaschige Nachrichtennetz der Veranstalter und nachherige Befragung der Teilnehmer — soweit sie nicht irgendwo liegengeblieben sind — angewiesen. Dennoch kann man sich nur ...
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