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... eine Erhöhung um ein Drittel. Libyens 30 Dollar-Selbstver ständnis läßt die OPEC-Reihen weiter ungeordnet: öl minister Ezzedin al Mabruk zeigte die Richtung: „Wir gehen immer vorwärts, nie zurück“, sagte er. Und Scheich Yamani wähnte sich an der Grenze: „Mit 24 Dollar stoßen wir an die Decke, die anderen müssen herunter.“ Doch keiner gab Positionen preis. Nach einer zwölfstündigen Verhandlung im Kon ferenzsaal des Hotels Tama naco gab Yamani nur ein knappes Resümee der ge heimen Gespräche: „Keine Gemeinsamkeiten.“ Damit hat das OPEC-Ölgeschäft überhaupt nichts Orientalisches mehr an sich: Niemand läßt mit sich han deln. Dafür dauerte das Pa laver so lange wie noch nie. Die 13 Minister und das rund 150 Personen starke Gefol ge tagten statt der ursprüng lich vorgesehenen zwei Ta ge vier. Der iranische ölminister Ali Akbar Moin-Far („Ich bin Mitglied der islamischen Re volution“) hatte sich sogar schon vor seiner Abreise in Teheran auf eine längere Konferenzdauer eingerichtet und die Vor-Weihnachtswoche von allen anderen Terminen freigehalten. Immerhin gab er in Caracas zu erkennen, mit welchen Preisvorstellungen sich die nächste OPEC-Konferenz herumbalgen wird. „Der an gemessene Preis“, so sagte er, „liegt irgendwo zwischen 35 und 55 Dollar.“ In den ersten Schrecken darüber mischte sich die Er leichterung, daß der als ...
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