Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... ich mich so genau, weil ich ihn einmal besessen habe. Das war 1946. Damals wäre mir ein Framo-Dreirad- Lieferwagen viel lieber gewesen, denn an Transportfahrzeugen war große Not, und sie fuhren ihrem Besitzer genü gend Lebensmittel und Tauschwaren ein, mit deren Hilfe er sich in jener schlimmen Zeit mühelos über Wasser halten konnte. Ich war damals auch ganz dicht an einem TV 300 dran, an dem mit dem liegenden Zylinder. Aber das Geschäft zerschlug sich. Und seitdem litt ich dar unter, nie einen Framo-Dreiradlieferwagen besessen zu haben. Sie waren ebenso anspruchslos wie zählebig. In meinem Framo ist ein Schild angebracht: „Ladekapazität einschließlich Fahrer 500 kg. Bei Überbeladung erlischt jeder Garantie-Anspruch I“ Ich weiß aber, daß sie überladen ge fahren wurden. Nicht nur nach dem Krieg, sondern auch in ihrer besten Zeit in den dreißiger Jahren. Sie hiel ten es aus. Auf solch einen überladenen Framo trifft das klassische Zitat zu: „Und sie bewegt sich doch.“ Die Fuhre nämlich, mit der sich der sechs PS starke, dem DKW-Motorrad entlehnte 200 cm3-Einzylinder abmühen mußte, der gebläse gekühlt war, wodurch ihm mindestens eines seiner paar Pferde auch noch verlorenging. Als ich bei dem Mann ankam, der den Framo bei dem alten Milchmann ge funden und schon ein wenig am Fahr werk restauriert hatte, sah er traurig aus, mein Framo. Er ...
Kommentare