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... ist es lediglich die Geschmacksrichtung des Publikums, die den langhubigen und schnellaufenden Motor verlangt. Dann bliebe noch immer die Frage aktuell: Was ist für eine regelmässige und dauerhafte Funktion vorzuziehen, ein stets mit dem Maximum seiner Leistungsfähigkeit arbeitender Motor, oder ein Motor mit einem gewissen normalen, mittleren Regime? Ein nervöser Motor, der sich sozusagen beständig im höchsten Spannungszustande befindet, oder ein phlegmatischer Motor? Ich meine, dass es in Dingen der Mechanik stets lehrreich ist, zu vergleichen, wie es sich bei den animalischen Motoren, Mensch und Tier, verhält. Die Funktionen der leblosen und der lebenden Maschine sind völlig identisch, und die letztere hat den Vorleil, leichter begreiflich und anschaulich zu sein. Die Frage, ob der Motor auf die Maximalgrenze seiner Leistungsfähigkeit gesteigert sein soll oder nicht, erinnert mich an den berühmten Wettstreit: Vollblut oder Halbblut? Graf de Lagrange, der ausgezeichnete Fferdezüchter, dessen Pferd Gladiator das Derby zu Epsom gewann, verfocht Zeit seines Lebens die Ansicht, dass das Vollblut jederzeit und überall überlegen sei. Später übertrieben allerdings die englischen Trainer die Doktrin vom Vollblut, indem sie aus ihm ein gebrechliches Wesen machten, das in Watte eingewickelt aufgezogen wird, und aus dem man im Jahre höchstens zwei bis drei schöne Leistungen ...
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