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... die Ansichten zwischen den beiden Verhandlungspartnern liegen noch erheblich auseinander. Die Schweiz ist bereit, für 50 ausländische Lastwagen pro Tag eine Ausnahme von der 28-Tonnen-Limite zu gestatten, während die EG 250 Ausnahmen pro Tag verlangt. In diesem Zusammenhangkommt der Ansicht der Urner Regierung über den Schwerverkehr besondere Bedeutung zu (vgl. Interview auf S.51), denn die Gotthard-Durchfahrt ist nicht nur die kürzeste Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden, sondern auch das Nadelöhr dieser ganzenStrecke. Dass sich deswegen der Innerschweizer Kanton gegen eine Aushöhlung der28-t-Grenze wehrt, ist verständlich. Weniger verständlich ist hingegen die Haltungder Urner Behörden, die von der Tatsache, dass schonheute rund 60 % aller den Gotthard passierenden Nutzfahrzeuge von der Konstruktion her 40-Tönner sind, bloss beiläufig Kenntnis nehmen und im übrigen unbeirrtan der 28-t-Limite festhalten, als ob diese — und das nicht nur im kleinen Grenzverkehr — in Tat und Wahrheit nicht schon durchlöchert wäre. Nicht nur wenig verständlich, sondern geradezu enttäuschend ist aber, mit welcher Leichtfertigkeit ernst zunehmende Vorschläge beiseite gewischt werden. Wieerinnerlich, hatten wir schon im Sommer 1989 einen konstruktiven Vorschlag gemacht, um die verfahrene Situation zu deblockieren. Danach sollte bis zum ...
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