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... sein Andenken in der Geschichte der Wissenschaft nicht sehr rühmlich fort. Seine Tätigkeit wird meist so hingestellt, als wäre sie ein Rückschritt und eine Hemmung für die weitere Entwicklung der Chemie geworden. Stahl, lebte nämlich zu einer Zeit, wo die Entdeckung des Sauerstoffs noch im Schoss der Zukunft lag. Folglich war man auch nicht in der Lage, den Verbrennungsprozess — ob dieser nun als rasche Verbrennung mit Flammen oder als langsame Oxidierung vor sich ging — zu erklären. Stahl fand nun zur Erklärung der Verbrenliungserscheinungen des Feuers eine eigene (Theorie, die freilich nicht den Kern der Sache traf, aber immerhin gegenüber den früheren noch abenteuerlichen Ideen einen Fortschritt bedeutete. Diese Theorie, die sogenannte Phlogiston-Lehre, beherrschte lange Zeit hindurch das ganze wissenschaftliche Weltbild und wurde erst umgestossen, als Lavoisier das Geheimnis der Verbrennung in der Vereinigung des brennenden Stoffes mit Sauerstoff durchschaut und nachgewiesen hat. Seit jjenerZeit ist man gewohnt, in der Phlogiston- Lehre jenen ungeheuerlichen Irrtum zu sehen, der wie ein Hemmschuh die weitere Entwicklung unterbunden, und in ihrem Schöpfer Stahl jenen Mann zu erblicken, der diese Hemmung verschuldet hat. Indessen ist dieses Urteil ungerecht, da es der positiven Leistung Stahls nicht Rechnung trug. So hat Stahl richtig erkannt, dass ...
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