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... entwickelt, der so flach war, dass der Motor unter dem Knotenpunkt des Rahmens um 50° nach links geneigt eingebaut wurde. Auf den Rahmen – durch die komplizierte verwindungssteife Struktur 50 kg leicht – spannte man die Karosserie. Der von Rudolf Uhlenhaut ziemlich clever konstruierte Rahmen – optisch wie dreidimensionales Mikado aus Strohhalmen, angeblich mit Drähten am Küchentisch entworfen – hatte jedoch einen Nachteil. Weil die Stahlrohre aus Stabilitätsgründen an den Seiten weit hochgezogen werden mussten war es unmöglich, über die hoch liegenden breiten Wagenflanken ins Auto zu steigen. Es blieb kein Platz für Türen. Konventionelle Türen jedenfalls. Daher die Flügeltüren. Wie konnte aus einem derart innovativen Rennwagen ein Sportwagen für die Noblesse der Düsseldorfer Kö werden? Abstruse Vorstellung. Mercedes fiel zu der Zeit keineswegs als mutig auf. Sehr langsam kam der Automobilhersteller nach dem Kriegsende 1945 in Gang. Nach der Dominanz der Silberpfeile mehr oder minder im Rahmen der Propaganda der finsteren Jahre, war man erst 1950 wieder auf dem Genfer Salon dabei – mit dem auf Vorkriegstechnik basierenden 170 D mit Vorkammer-Dieselmotor. Erwähnenswert ist das, weil im September desselben Jahres Karl Kling bei einem Sechsstundenrennen in der Tourenwagen-Klasse bis 2000 ccm – auf dem Nürburgring – die schnellste Runde ...
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