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... Herzogsschloss erhob sich da, wo nachmals das Hotel de Ville erstand —, ist nicht genau ausgemacht. Aber man darf wohl behaupten, dass die Lage Freiburgs, an und über dem Saaneübergang, so wichtig war, dass es einmal gegründet werden musste! Es war freilich eine gefährliche Lage, und es fehlte ihm nicht an Feinden. Bald waren es die Berner, bald die ewig unruhigen Savoyer, bald die Grafen von Aarberg. Mit Bern kam Freiburg erst 1403 in freundschaftlichere Beziehungen. Von den Savoyer Herzögen erlangte es 1452, nach vorangegangenen heftigen Kämpfen, formellen Schutz. Dies besiegelte die endgültige Loslösung aus dem österreichischen Staatsverbande. Die bedeutsamste Bindung wurde jedoch jene an die Eidgenossenschaft, zunächst durch die Blutsbrüderschaft in den Burgunderkriegen, bald darauf, 1481, durch Beitritt als Mitgliedsstaat. Mit Bern nahm der Stadtstaat 1536 an der Inbesitznahme bisher savoyischen Gebietes teil; damals wurden Romont, Estavayer, Bulle und andere Plätze mehr freiburgisch. Unter feindlicher Besetzung hatte die Stadt nur ernstlich zu leiden, als 1798 der französische General Pigeon einrückte; eine andere, im Sonderbundskrieg, verlief ohne weitere Schäden. Auch von religiösen Erschütterungen, die anderwärts so viel Unheil anrichteten, blieb Freiburg verschont. Dank einer so langen, keineswegs unbewegten, jedoch im ganzen glücklichen ...
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