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... Heiland ausstrahlte! In grenzenlosem Vertrauen auf den Zauber der Karnacht packte Wiga den Strick, der in sich verrollt von einer Glocke niederhing, und zog und zog und die Glocke wiegte sich wie eine sehwankende Blüte, daran der Wind rührt, und sie schwang immer weiter und weiter, und auf einmal erfüllte ein gellender Klang die Kammer, und Schlag auf Schlag traf das Erz, und es heulte in übermächtiger Grelle auf, und das Mädchen darunter riss wie eine Besessene an dem Strick und konnte nicht enden. Die Menschen drunten in der Stadt sprangen aus den Betten, stiessen die Fenster auf und rannten auf die Gassen hinaus, als das unglaubliche Geläute die Karfreitagnacht durchtönte. Das Kirchtor wurde aufgetan, Männer eilten mit Laternen in den Turm, und unter den Glocken fanden sie im letzten Schimmer einer zerfliessenden Kerze ein Kind knien, todblass, die Augen weit und traurig offen... rufen, er solle sie entlassen aus diesem unreheuren Gefängnis, darin die Schatten sich zu regen und zu bewegen begannen. Aber sie brachte keinen Sterbenslaut aus der Kehle. Die Schatten waren furchtbar. Sie lauerten wie Mörder im Hinterhalt Sie verhüllten etwas, das grässlich zu schauen sein mochte. Nur um das heilige Grab glommen, eine lichte Insel bildend, die bunten Lampen. Aber dorthin, zu dem hingeschlachteten Leib, wagte sich Wiga nicht. Lieber wollte sie in. der Finsternis vor Angst ...
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