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... Ausnahmeregelungen überhaupt zulässig sind, Manchmal. Manchmal erwache ich mitten in der Nacht und frage mich bangend:« Werde ich wohl je Karriere machen?» Dann ziehen Bilder vor meinen Augen vorbei aus der Serie «Köpfe der Wirtschaft» einer renommierten Schweizer Zeitung. Ein Thema in seiner zigsten Folge, wohl schon längst erschöpft für alle ausserfür den Verfasser und für diejenigen, deren Kopf noch nicht erschienen ist. Ich sehe den «Mann des Monats», das Titelgesicht einer anderen schweizerischen Handelsrevue. Gesichter arrivierter Manager. Mal kühn, mal souverän, mal forsch. Stets jedoch mit diesem Lächeln, das immerzu ausdrückt: «Schaut her, ich habe es geschafft.» Man verstehe mich nicht falsch. Ich weiss, die Wirtschaft braucht Köpfe. Aber ich bin auch überzeugt, dass Statisten notwendig sind. Gäbe es diese nämlich nicht, wozu dann noch Köpfe der Wirtschaft? Nur Häuptlinge ohne Indianer? Ich fürchte vielmehr, dass mit dieser Zurschaustellung dem Leser - vielleicht ganz unbeabsichtigt - suggeriert wird, wenn er nicht allerersten Wert auf Karriere lege, sei sein Leben zwar nicht gerade armselig, aber doch bedeutungslos. Dagegen muss man sich wehren, dagegen wehre ich mich. Mir fällt nämlich gleichzeitig das Heer derjenigen ein, die momentan keine Arbeit finden: nicht zuletzt die in der Automobilindustrie Beschäftigten, weil sie besonders hart ...
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