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... die Probleme Verpflegung und Quartier in einer touristisch erschlossenen Region einfacher lösbar zu sein. Eben diese Erschließung machte uns aber auch skeptisch: Geruhsames Wandern und die betriebsamen »Perlen des Fremdenverkehrs« rund um den See, das schien nicht so recht zusammenzugehen. Doch dann erlebten wir einen ganz anderen Bodensee. Einen, der nicht mehr eine Kette von Sehenswürdigkeiten war, denn wandernd wurde alles viel größer. Entfernungen, die man zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken mal so eben mit dem Auto zurücklegt, werden zu Fuß gegangen zu einem vollen Tagesprogramm. Und wandernd erfährt man, daß die Orte am See doch nur Punkte in der Landschaft sind, daß es dazwischen viel Platz gibt und daß sich die Eigenschaften der Landschaft erst dem Fußgänger erschließen. Nicht zu reden von jenen Abschnitten des Weges, die ohnehin nur zu Fuß (oder mit dem Fahrrad) zu erreichen sind. Die Veränderung der Dimensionen kann man ganz leibhaftig zu spüren bekommen, wenn man zum Beispiel den Vormittag zwischen Rheinund Rohrspitz verbummelt, im Gasthof an der Rheinbrücke bei Hard nichts mehr zu essen bekommt und die hungrigen Kinder den schuldlosen Vater als absolut unfähig beschimpfen. Aber selbst solche Pannen können ihr Gutes haben, denn als wir schließlich doch noch ein Wirtshaus fanden, bedauerte die ...
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