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... Jura, welche die Raffinerie von Cressier, denn um die geht es, aus der südeuropäischen Rohrleitung Marseille—Ingolstadt mit dem begehrten Rohöl speisen sollte. In der Folge regten sich etliche wegen des zu befürchtenden Zustroms weiterer Gastarbeiter auf, und ganz neuerdings wurde der Neuenburger Staatsrat auch noch zur Schlichtung von Lohnstreitigkeiten mit den in Cressier tätigen französischen Arbeitern aufgerufen. Die Frage, die uns in diesem Wust von Schwierigkeiten in erster Linie beschäftigt, ist die, ob in nächster Zeit und wie vorgesehen in Cressier Rohöl überhaupt verarbeitet werden kann, das heisst unser Land seinen steigenden Bedarf an flüssigen Goldes durch eine weitere eigene Raffinerie zu decken vermag oder nicht. Angesichts des Berges von Schwierigkeiten, vor allem infolge der Interventionen der «Interessengemeinschaft Bielersee», einer die heterogensten Körperschaften in sich zusammenfassenden Vereinigung, der die kommende Wasserund Luftverschmutzung Sorge macht (der Wind bläst hierzulande ja meist aus West), scheint sich die Frage tatsächlich zu stellen, hat doch besagte Interessengemeinschaft von der Neuenburger Regierung nichts weniger als einen sofortigen Baustopp für die Oelraffinerie Cressier verlangt. In einer vom 24. Februar 1965 datierten Eingabe an das Eidgenössische Departement für Verkehr und Energiewirtschaft ...
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