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... kommt dem Auto sein niedriges Gewicht von 1300 Kilogramm und der niedrige Schwerpunkt zugute. Langsam steigt das Selbstbewusstsein und wir merken, dass der Bizzarrini sogar dem Fahrer schmeicheln kann. Er ist jederzeit äußerst stabil, und ich bin sicher, das bleibt auch bis 275 km/h so. Die warmen Bremsen packen langsam besser, die Lenkung ist wunderbar, das Getriebe willig, und Drehmoment gibt es sowieso im Überfluss. Das Fahrwerk ist dabei so gutmütig, dass ich mich langsam dabei ertappe, wie ich das Alphaltband immer flüssiger umrunde. Das anfängliche Untersteuern wiegt einen in Sicherheit, solange man nicht zu früh in der Kurve Gas gibt. Erst durch den Kurvenmittelpunkt, dann langsam aufs Gas, sobald das Auto ausgerichtet ist. Der Bizza hockt sich tief herunter und spult mit einer cremigen Leichtigkeit seine Leistung ab, ganz im Gegensatz zum harten Stakkato des Auspuffs. Kein Wunder, dass Rennfahrer immer mehr Leistung und größere Bremsen wollen. So macht es Spaß, eine Rennstrecke unter die Räder zu nehmen: allen Mut auf der Geraden zusammennehmen. Durch die Schikane hindurch sehe ich einen der Marschalls aufund abspringen und aufgebracht mit einer Fahne herumwedeln, die ungefähr die gleiche Farbe hat wie sein Gesicht: rot wie der Bizzarrini. Der Sound des V8 ist infernalisch, und mit zunehmend vollgedröhntem Kopf beginne ich mir einzubilden, ...
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