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... hat, will er es vielleicht noch ein bißchen genießen“, mut maßt seine Umgebung. Ein gefälliges und gefährliches Kompliment für eine Sphinx, für einen Boß, der mit dem Wortungetüm vom Vorstandsvorsitzenden am besten umschrieben ist. Genießen? Alles er reicht? Einer wie v. Kuen heim erreicht nie alles. An ihn reicht höchstens keiner heran. Das wissen sie und re spektieren sie. Galant, auch ein bißchen gönnerhaft, um schreibt er den heutigen Er folgs-Status: „Ich könnte es billig machen und sagen, wir haben gute Leute.“ Kokett drechselt er viel mehr sein Gebilde an Be scheidenheit: „BMW hat viel Glück gehabt.“ Genie ßen mag v. Kuenheim, wenn der BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch, ein Schwa be mit akademischer Ver gangenheit, Bilanz zieht: „v. Kuenheim hat oft recht und sehr viel Erfolg gehabt, und er wird vom Absatz her in diesem Jahr Mercedes überrunden." Die Beiläufigkeit, mit der da ein neuer Tabellen führer begrüßt wird, hat wahrhaft nichts Epochales. Daß sich dennoch in der scheinbar kleinen Auto- Welt Kontinente verschie ben, Gestirne vertauschen, kommentiert v. Kuenheim klar, aber ohne Euphorie: „Der Erfolg eines Jah res interessiert mich nicht, mich interessiert nur der nachhaltige Erfolg.“ Fest steht, daß sich die Wege gekreuzt haben. 1959 waren Daimler-Chefs in München angereist, um die Bayerischen Motoren ...
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