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... den Kohlenstoff geht erst bei Temperaturen von 450° und Drücken von 200 atm. in wirtschaftlichem Ausmass vor sich. Die Reaktion spielt sich daher in riesigen Druck- öfen ab, die aus bestem Legierungsstahl bestehen und eine Länge von etwa 20 Metern haben. Zur Kontrolle der Vorgänge Im Innern, sind an den Autoklaven Manometer und Thermometer angebracht. Nach all diesen vorbereitenden Ausführungen, die unbedingt zum Verständnis des Prozesses erforderlich sind, soll hier das I. G.-Verfahren im besondern beschrieben werden. Ungefähr 90 % aller durch Synthese gewonnenen Treibstoffe, werden heute nach dem Leunaverfahren hergestellt, das aus den grundlegenden Patenten von Bergius hervorgegangen ist. Die Kohlehydrierung besteht aus zwei voneinander getrennten Teilprozessen, nämlich: al die Verwandlung der Kohle in Oel, b) die Hydrierung des Oeles zu Benzin. Die Fabrik arbeitet folgendermassen: Die Braunkohle, deren Aschengehalt möglichst nicht über 2,5 % betragen soll, wird in einem Brecher zerkleinert und anschliessend fein gemahlen. Nach gründlicher Trocknung gelangt das Kohlepulver in die Anreibemaschine, wo es bei etwa 100° mit 50 % Schweröl zu einem Brei angerührt wird. Durch das Mischen mit Schweröl erhält die Kohle eine gleichmässige und feine Verteilung; ausserdem ist die pastenförmige Masse sehr leicht in die Apparatur einzuführen, die ja unter einem Druck ...
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