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... M it dieser Erkenntnis im Hinterkopf war die Analyse von reichlich 300 Seitenunfäl len für die Sindelfinger Sicher heitsforscher fast schon wieder Routine: „Wenn irgend etwas gegen seitliche Kollisionen hilft, dann kräftige Polster, die den Insassen weich auffangen.“ Immerhin kommen mehr als die Hälfte aller Kontakte, die Verletzungen hervorrufen, im seitlichen Bereich zwischen Hüfte und Schulter zustande. Wäre da nicht ein kleiner Seiten-Airbag genauso hilfreich wie ein großer vorne? „Leider liegen hier die Ver hältnisse schwieriger“, erläu tert Ingo Kallina, „weil die seit lichen Kollisionen unter sehr problematischen Umständen verlaufen.“ Zum Aufblasen des Airbags bleibt viel weniger Zeit, weil die Reaktionszeit bei seitlicher Kollision nach zwei Zehntelsekunden vorbei ist - also fünfmal schneller als bei ei ner frontalen Kollision. Auch wenn der Sensor für die Airbag-Auslösung, der alle Beschleunigungen in Fahrt richtung sehr präzise ausloten kann, in seiner Wirkungsebene um 90 Grad gedreht und in seiner Empfindlichkeit deut lich gesteigert würde: Das gan ze System wäre noch viel zu langsam. Erschwerend kommt dazu eine unübersichtliche Vielfalt von seitlichen Kollisionstypen, die eine gezielte Abhilfe schwierig macht. Die Varianz der Richtungen und der auftre tenden Kräfte ist ebenso groß wie die der Kollisionsgegner: eine ...
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