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... sich zum Segen der Menschen auswirken können. Diejenigen Leute indessen, welche den Zerstörungen unmittelbar gegenübertreten, sind die Äerzte. Sie < flicken > die wertvollsten Kriegsopfer wieder zusammen, die Menschen, welche durch Waffenwirkung oder durch kriegsbedingte Krankheit ausser Gefecht gesetzt worden sind. Im Jahre 1517 machte der päpstliche Leibarzt Johann Vigo eine folgenschwere Ueberlegung. Er kam auf den Gedanken, dass die von den neuen « Schiesseisen » verschossenen Kugeln durch das in der Werkstatt des Chemikers hergestellte Schwarzpulver doch bestimmt vergiftet sein müssten. Daher stellte er die Forderung auf, es seien von den Wundärzten die von den Kugeln herrührenden Verletzungen mit siedendem Oel oder einem glühenden Eisen auszubrennen, damit die Wirkung des Giftes sich nicht bemerkbar machen könne. Vigos verheerende Theorie machte weitherum Schule, und die Kriegsverletzten der damaligen Zeiten erlitten die grössten Qualen nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in den Lazaretten bei der ersten « Behandlung », Es ging, wie bereits gesagt, dem berühmten päpstlichen Wundarzt nicht wie seinerzeit Hippokrates, dem genialen griechischen Medizinmann, dessen kriegschirurgische Vorschläge aus dem Jahr 500 vor Christi bis ins Mittelalter wieder vergessen wurden — Vigo fand Schüler und Nacheiferer überall. Zu besonderer Berühmtheit gelangte ...
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