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... seineFahrtrichtung [2, 3, 4]. Um die Lenkachse nach aussen zu verlagern, verlängerte Ostwald anseinem Modell den unteren Kurbellenker mit dem Kugelgelenk durch das Ankerblech nach aussen (Abb. 3). Das war damals nur durch eine geänderte Bremsenkonstruktion möglich(siehe Kapitel Duo-Grip-Bremse). Die skeptische bis ablehnende Reaktion der deutschen Autoindustrie auf Erfindung undModell hatte zur Folge, dass die Oldsmobile Division von General Motors 1965 den ersten Serienwagen mit kursstabilisierendem Lenkrollradius im Sinne Ostwalds herausbrachte, ohnefreilich auf den Erfinder hinzuweisen. Der Oldsmobile Toronado war mit einem Zweikreisbremssystem in Diagonalanordnung mit Vorderradantrieb und Innenbackenbremsen ausgerü-stet. Bei Ausfall eines Bremskreises bleiben damit ein Vorderrad und das diagonal liegende Hinterrad ungebremst, die beiden Räder können Seitenführungskräfte aufbauen: Dasungebremste Vorderrad bleibt lenkfähig, das ungebremsteHinterrad verhindert das Ausbrechen des Wagenhecks. DerKLR gleicht schiefziehende Kräfte aus. Das zweite mit KLR ausgerü-stete Personenauto war der 1972 herausgebrachte Audi 80mit Vorderradantrieb, Diagonalbremskreis und Schwimmrahmen-Scheibenbremse [6, 7]. Heute weisen, von wenigenAusnahmen abgesehen, weltweit alle Personenwagen einenkursstabilisierenden Lenkrollradius auf. Er liess ...
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