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... Sturm, der am Abend vorher aus dem Süden gekommen war, hatte die Wolkenzerrissen; gegen Morgen sah man die Sterne, der abnehmende Mond mischtesein Licht in den grau und rosig werdenden Schein des Ostens. Und als die Sonnekam, blühte der erste wunderbare Frü- lingstag. Der Wind hatte sich gelegt. Hanns, ein junger Schriftsteller, unterschrieb lachend die Quittung einer Geldanweisung. Der Postbote stand daneben und sagte: « Ein schöner Tag heute! » « Ja, ein schöner, schöner Tag! » sagteHanns und schob das Geld in die Tasche. Geld, das Honorar für eine im Winter erschienene Novelle! Hanns machte sich sofort auf* um dieTaschenuhr aus dem Leihhaus zu holen. Auf der Strasse sah er nur Glück undFreude. Kinder tollten über den Gehsteig, aus einem Fenster drang Grammophonmusik. Hanns betrat das Leihhaus. Er gab seinen Schein ab und musste warten, bis man die Uhr aus dem Magazin holte. Er wartete gerne. Er sah die Menschen an, die neben ihm standen. Sie hielten Gegenstände in den Händen, für die sie Geld geliehen haben wollten. Wie sie ihm leidtaten, ihm, der sein Pfand 'wieder zurückbekommen sollte. Es war ein schöner Tag mit der ersten Frühlingssonne, die selbst in das Leihhaus ihren Weg fand. Hanns dachte nicht daran, dass er vielleicht in wenigen Tagen wieder seine Uhr hertragen werde. Das kam gar nicht in seine Gedanken. Nun sah er die Sonnenstrahlen. Sie legten ...
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