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... des Alkohols in der Unfallstatistik aufklärt, so ist das zu begrüssen. Die Zahlen sprechen nämlich eine trostlose, eine erschütternde Sprache: Rund 20% der im schweizerischen Strassenverkehr tödlich verunfallten Lenker stehen unter Alkoholeinfluss. Alkohol ist tückisch, man weiss es. Er beschwört nicht nur neue Unfallgefahren herauf, sondern er verstärkt, ja potenziert vielfach in verhängnisvoller Weise bereits vorhandene Risiken. So schwindet mit steigendem Alkoholpegel die Eigenkritik im gleichen Masse wie die fatale Selbstüberschätzung wächst. Unfälle durch unvernünftige Fahrweise, aber auch durch Konzentrationsmängel und Ermüdung können die Folge sein. Alkohol zerrt aber oft auch ein zweites, ein schlechteres «Ich» ans Tageslicht: Sonst besonnene Fahrer entpuppen sich unter Alkoholeinfluss plötzlich als Raser, Tolerante werden rücksichtslos, Vorsichtige risikofreudig. Für einmal hat sich also die SKS zum Ziel gesetzt, einem Hauptübel an den Kragen zu gehen, anstatt sich in der Bekämpfung von Symptomen zu verzetteln. Aber die Aufgabe darf nicht unterschätzt werden. Sie ist weit schwerer als bei den bisher durchgeführten Aufklärungskampagnen, denn diesmal stellen sich tief verwurzelte gesellschaftliche und wirtschaftliche, ja sogar politische Hemmnisse in den Weg. Will sich die diesjährige Aktion der professionellen Unfallverhüter nicht ...
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