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... die sich ihm täglich stellen. Ich glaube, daß man Gefühle nicht nur sprechen lassen darf, sondern sogar soll. Wenn ich Autofahrer freundlich belehre, erziele ich doch eine größere Wirkung, als wenn ich die Vorschriften stur befolge.« Polizeimeister Hugo Schmid von der Verkehrsüberwachung München entpuppt sich ebenfalls als ein Freund und Helfer mit Herz: »Meine Gefühle, wenn ich einen Verkehrssünder aufschreibe, werden durch sein Verhalten mir gegenüber, die Schwere des Delikts und schließlich von dem Eindruck, den ich von seiner Person gewinne, beeinflußt. Da jeder Mensch bei der heutigen Verkehrsdichte, bewußt oder unbewußt, ein Delikt begehen kann, zeige ich grundsätzlich Verständnis. Deshalb gibt's bei mir noch lange keine Nachlässigkeit.« Polizeimeister Rolf Schuh nimmt sogar Rücksicht auf die mehr oder weniger zarten Nerven der Autofahrer: »Ich unterscheide genau, ob ein Delikt begangen wurde, weil der Autofahrer unachtsam, nervös oder einfach rücksichtslos war. Oft hält man einen Autofahrer an, der das Rotlicht überfahren, sich nicht richtig eingeordnet hat oder falsch abgebogen ist und stellt dabei fest, daß der Mann am Steuer der Verzweiflung nahe ist. Besonders Ausländer und Auswärtige kommen mit den Großstadtverhältnissen oft nicht zu Rande. Wenn ich den Betroffenen dann auch noch zusammenstauche, würde ihn das nur ...
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