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... Days« in Zakopane: Ein Drama in 6 Akten Am fünften Tag war der Traum zu Ende. Johann Sommerauer, der hartgekochte Motorradfahrer, saß am Straßenrand und weinte wie ein kleines Kind. Seine Maschine lag daneben. Soeben war er mit Tempo 100 in ein Schlagloch geknallt; jetzt hatte der Rahmen Fransen. Sommerauers Mißgeschick brachte vermutlich Österreichs Nationalmannschaft um den Sieg bei den diesjährigen »Six Days« in Zakopane. Für die DDR-Mannschaft aber war der Weg frei zum Siegespodest, um den Weltcup der Motorradfahrer zum fünftenmal hintereinander zu empfangen. Ein Drama in 6 Akten dagegen war die Sechstagefahrt für die 60 bundesdeutschen Teilnehmer (größtenteils betreut vom ADAC). Altmeister Wiggerl Kraus (neun goldene »Six-Days«- Medaillen hängen in seiner Stube) hatte noch am Mittag des 3. Tages ein Hufeisen aus dem Asphalt gestochert und es als gutes Omen gedeutet. Er reichte es weiter zur Chefin des Hauses Zündapp, Elisabeth Mann, dem mütterlichguten Geist dieser Werksmannschaft. Sie wollte es vergolden lassen, wenn es Glück bringt. Der Vergolder blieb arbeitslos: Die Fahrt für Zündapp-Fahrer Volker Kramer, Deutscher Meister aus Marbach, war noch am gleichen Tage zu Ende. Ausgerechnet das Zündkerzengewinde — ein Fehler, mit dem niemand rechnet — verzog sich und hielt die Zündkerze nicht mehr. Volker Kramer gehörte jener ...
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