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... dieses tote Gesteinsmeer zu meiden, weil es nicht einmal für sie etwas zu fressen gibt. Dafür aber ist Atacama mit Bodenschätzen überreich gesegnet. Denn gerade das Fehlen von Niederschlägen bringt es mit sich, dass Wüsten oft so unendlich reich ausgerechnet an jenen Mineralien, namentlich Salz, Gips, Borax, Phosphaten und Nitraten, zu sein pflegen, die im Wasser leicht löslich sind. Eigentlich ist Atacama nur ein Teil einer viel grösseren, wenn auch nicht überall so leblosen Wüste, die sich von Ecuador herunter quer über die Anden bis nach Patagonien (Südargentinien) zieht. Bis vor etwa fünf Jahren war eine Autoreise beispielsweise von Santiago de Chile nach Arica an der Grenze mit Peru im äussersten Norden (Distanz 2100 km) eine unbeschreibliche Odyssee. Mitte der sechziger Jahre wurde die Carretera Panamencana dann asphaltiert, doch an vielen Stellen sieht man noch deutlich das Schottertrasse von einst und kann sich unschwer ausmalen, welche Strapazen der Reisende hier auf sich nehmen musste. Wir sprachen mit Fernfahrern dar- über. Früher dauerte eine Fahrt mit dem Lastwagen von Santiago nach Arica acht Tage, wenn man beladen fuhr Heute sind es vier, und gar nur zwei Tage, wenn man unbeladen fährt und 15 bis 18 Stunden täglich am Volant ausharrt. Das führt natürlich nicht selten zu Unfällen, weil die Fahrer, übermüdet, einfach einschlafen. Einen Unfall ...
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