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... aufgetürmt, den sie jetzt nicht mehr abtragen können. Dafür muß der Staat einspringen, denn er bürgt für die Schulden der Konzessionäre. Das Risiko des italienischen Fiskus war von Anfang an groß, denn das Kapital der Konzessionäre ist im Vergleich zu den hohen Investitionskosten gering. Für den Abschnitt Sestri Levante—Livorno z. B. betrugen die Baukosten 763 Milliarden Lire, von denen die Gesellschaft nur 2 Milliarden eigenes Kapital anzahlte. Das könnte — so Resmini — in Frankreich nicht geschehen. Dort müßten die Konzessionäre mindestens 25 1/2 der Investitionskosten anzahlen. Der ACI-Chef nannte das italienische Finanzierungssystem »absurd« und »gegen die Interessen der Allgemeinheit«, weil die Gesellschaften zwar die Vorteile eines Privatunternehmers genössen, das Risiko aber dem Staat überließen. Die Konzessionäre wiesen die ACI-Beschuldigungen »mit Empörung« zurück. Sie sehen die Schuld an den Finanznöten im zurückgegangenen Verkehr und in den gestiegenen Bauund Finanzierungskosten. Angesichts der Misere sähe der ACI die Autobahnen am liebsten unter staatlicher Obhut. Dann würden — so hofft man — keine unrentablen oder überflüssigen Autobahnen mehr gebaut werden, die oft parallel zu anderen Autobahnen oder Schnellstraßen verlaufen. Und was sagt die Stimme des Volkes angesichts des ...
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