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... ’V\»~ •, : fi. fr*%,: » - * . rf C-if*-' >A*‘Jfh*7 wn*’ -■ ’’ J L Hoch über den Azoren Auf den höchsten Berg von Portugal fährt keine Seilbahn. Wer den Pico mitten im Atlantik besteigen will, holt sich am besten bei den alten Walfängern Rat. Von Joachim Negwer Ganz oben sagt Manuel nur: „Geschafft.“ Er kauert sich auf einen Stein, blickt stur bergab. Dann spricht er ei ne Stunde lang gar nichts mehr. Der Wind heult auf wie ein Schakal, die Sonne sengt auf der Haut, die Luft schmeckt penetrant nach Salz. Als die Augen sich mit dem gekräuselten Atlantik anfreunden, tauchen langsam grüne Berge aus dem Meer: Horta auf der Nachbarinsel Faial glänzt matt im Nachmittagslicht, ver schwommen zeigt sich die Silhouette des Ei lands Säo Jorge, das lang und spitz wie eine Nadel in der See liegt; weit draußen die Um risse von Graciosa, der Lieblichen. Anson sten: Wasser, nichts als tiefblaues Wasser. Der Wolkenkranz, der normalerweise die Spitze des Pico wie ein Heiligenschein umschwebt, hat sich ihm zu Füßen gelegt. Wahrscheinlich wird es drunten wieder reg nen. Wahrscheinlich werden die Alten in Lajes trotzdem wieder beim Bootshaus hocken, und wahrscheinlich reden sie wie der nur über das eine - Walfang. Jeden Tag treffen sie sich am Hafen. Hier haben sie alles im Blick, sehen die Fi scherboote, die vom Fang zurückkehren, die Kinder, die ...
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