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... mich noch nicht vom Tisch.“ Bonns Ener gieminister Lambsdorff konterte: „Von meinem Tisch schon, und dort kommt es auch nicht mehr drauf.“ Lambsdorff war noch nicht in Lateinamerika gelandet, da tönte Hauff erneut: „Das Tempo-Limit kommt. Davon bin ich über zeugt." Zurück am Rhein, nannte Lambsdorff Hauffs Idee „einen abgenagten Knochen“. Verkehrsminister Gscheidle stellt Deutsch lands Autofahrern ein gutes Zeugnis aus. Alle deutschen Länder und Stadtstaaten schlossen sich an - stellvertretend für alle erklärte Hes sens Wirtschaftsminister Herbert Karry: „Bei der jetzigen Sachlage ist für ein Tempo-Limit weder aus energiepolitischen noch aus son stigen Gründen eine Notwendigkeit zu sehen.“ In der Presse lösten Freudenbotschaften Hiobsnachrichten munter ab — zurück blieb ein verwirrter Leser. Minister Lambsdorff: „Wir versprechen uns nichts davon, den Knüppel des Gesetzgebers in Bewegung zu setzen.“ Die „Westdeutsche Allgemeine“ meldete am 6. August auf ihrer Frontseite: „Autofahrern droht keine Tempogrenze.“ Drei Wochen spä ter war alles anders - „WAZ“ vom 26. August, wieder auf der ersten Seite: „Beim Tempo- Limit muß der Staat Signale setzen“, erklärte Minister Farthmann. Verwirrt zeigte sich auch Deutschlands Auto mobilindustrie. VW-Entwicklungs-Chef Wolf gang Linke meinte: „Der Motor ist zum Prügel knaben der Nation geworden.“ ...
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