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... zu komfortabel? Zu weit getriebene Behaglichkeit in Autos wecke trügerische Sicherheitsgefühle, sei also gefährlich. Was meinen Sie dazu ? PROF. MÜLLER-LIMMROTH : Grundsätzlich begrüße ich alle Bemühungen, die Bedienbarkeit des Lenkrades und aller Pedale zu erleichtern. Das Auto muß so konstruiert sein, daß der Fahrer mit möglichst wenig Kraftaufwand fahren kann. Wenn die verschiedenen Bedienelemente nämlich einen zu hohen Arbeitswiderstand besitzen, müssen die arbeitenden Muskelgruppen eine statische Arbeit aufbringen. Und damit wächst der Muskelinnendruck, der zwangsläufig die Muskeldurchblutung beeinträchtigt. Das führt zur Ermüdung. Andererseits freilich kann der Fahrer wegen zu geringer Abwechslung und gänzlich fehlender Muskelarbeit ebenfalls müde und unaufmerksam werden. Die Techniker dürfen also auch den Komfort nicht übertreiben. MOTORWELT: Sie, Herr Professor Förster, sind Techniker. Ihnen und Ihren Kollegen verdanken wir den Komfort. Besteht nun nicht die Gefahr, daß die Techniker alles entwickeln, was nur irgendwie machbar ist, schon aus beruflichem Ehrgeiz — eben auch neue Apparate, die nicht unbedingt sinnvoll sind? PROF. FÖRSTER : Ich muß zugeben, daß wir Ingenieure fasziniert sind von allen technisch möglichen Lösungen. Und ich glaube, man sollte ruhig zulassen, daß alles Machbare entwickelt ...
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