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... Die Ergebnisse der Staatsbahnen in andern Ländern schufen den Glauben, dass man der neuen Bundesbahn alle möglichen Lasten zumuten könne. Schon bei der Uebernahme der Privatbahnen zeigte sich der Staat als nobler Käufer, und heute stellt man fest, dass unter Zurechnung der Zinsen die Ueberzahlung der Privatbahnen die Bundesbahnen mit 260 Millionen belastet. Dazu mussten auf dem Gebiete der Tarife weitgehende Zugeständnisse gemacht werden, und trotz starker Verkehrszunahme schlössen die Gewinnund Verlustrechnungen zusammengerechnet bis turn Jahre 1913 mit einem Ausgabenüberschuss von 4,5 Millionen Franken ab. Das Entgegenkommen auf regionale Wünsche, belastete in der Folge die Bundesbahnen schwer. Der Simplontunnel kostete 43 Millionen mehr als vorgesehen und die Strecke Iselle-Brig bringt der Bahn einen jährlichen Verlust von 3,67 Millionen Franken. Durch die neuen Staatsverträge beim Gotthard büsst die Bundesbahn gegenüber der frühern Privatbahn jährlich wenigstens 1 Million ein. Der Bau der Lötschbergbahn brachte einen Einnahmenausfall von 3 Millionen, jener der Strecke Münster-Lengnau einen solchen von 2 Millionen. Aehnliche Verluste brachten der Rückkauf der Neuenburger-Jurabahn, die Erstellung der Rickenbahn, das Bundesgesetz über den Bau der Surbtalbahn, die Zugeständnisse an die Kantone Uri und Tessin bezüglich der Wasserkräfte, der ...
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