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... versucht, hat schon verloren. Also üben wir uns in Gelassenheit. Nein, bloß nicht übertreiben: Sie sollen es nicht indischen Busfah rern gleichtun - diese pflegen nämlich vor Fahrtbeginn ein Räucher stäbchen vor der Buddha- Miniatur auf dem Arma turenbrett anzuzünden und einen der zahl reichen Götter im großen Hindu-Himmel um gutes Karma zu bitten. Versuch Nummer eins: Wer später losfährt, ist früher da. Am letzten Schultag gegen 17 Uhr aufzubrechen, steht als Garant für Stillstand auf den Straßen, miese Stim mung im Auto und nör gelnden Nachwuchs auf den hinteren Rängen. Wenn es dann zu güns tigeren Zeiten vorangeht, ist die zweite Lektion in Sachen Gelassenheit ge fragt: Nie wieder auf der Autobahn Wohnmobilfahrer als „Geisel der Menschheit“ beschimpfen oder Einwohner be nachbarter Staaten, die vorzugsweise als Gespann-Lenker anzutreffen sind, postwendend auf den Mond wünschen. Hilfreich ist dabei leichte Rohkost - Möhren sollen ja dem Gleichmut zuträglich sein. Sie liegen wie Paprika, Gurken und Konsorten ohnehin leichter im Magen als jene Un mengen von Schokoriegeln, Gummibärchen oder Keksen, die wir ansonsten bis an die Amalfiküste zu verdrücken pflegen. Apropos Essen und Trinken: Der gallige Geschmack, den überteuerte Raststätten-Rationen hinterlassen, ist fast noch schlimmer als das Sodbrennen, das sie manchmal nach sich ziehen. ...
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