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... würde sie ihn doch vor ihrem Haus absetzen, er würde den Hut ziehen und sie würden einander nie wieder begegnen. Er gefiel ihr immer besser und sie begann ihn mit ihren Freunden zu vergleichen. Der Chemiker war von einer Korrektheit, die kaum zu ertragen war. Der Architekt hatte einen Bauch und einen Sprachfehler. Der Rechtsanwalt machte übertriebene, aufdringliche Komplimente. Hier neben ihr sass ein Mensch, der von ganz unten kam und deshalb eine stärkere Wirkung ausübte als ein Dutzend ihre uninteressanten gesellschaftlichen Bekannten. Diesem Mann da wäre sie bestimmt ein Erlebnis, das er nie vergessen könnte. Er würde weiter seine Strasse ziehen und doch nie wieder ganz unglücklich sein, da durch alle Nebel ihr Bild leuchten würde. Die junge Dame wurde nachdenklich. Und da der Wagen in diesem Augenblick schon vor der Villa hielt, so sagte sie, ohne recht zu überlegen, noch aus diesem Nachdenken heraus: «Wollen Sie mitkommen und eine Tasse Tee trinken?» Der Vagabund sah ihr lächelnd in die Äugen. «Gern», sagte er und folgte ihr an dem sprachlosen Stubenmädchen vorbei. «Warten Sie einen Augenblick», sagte die junge Dame, «ich ziehe mich nur rasch um. Das Mädchen macht uns einstweifen den Tee.„ Der Vagabund nickte und nahm gehorsam Platz. Während die junge Dame sich in ihrem Zimmer umkleidete, war sie in Gedanken immer nur bei ihrem seltsamen Besuch. ...
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