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... der nur in Teilen seine Verwandtschaft mit den erfolgreichen Brüdern der Vorkriegszeit teilt. Als der Wagen 2012 nach Deutschland verkauft wird, lüftet der Historiker Peter Kirchberg endgültig das Geheimnis: Es ist ein Awtowelo Typ 650 aus den 1950er-Jahren. Kein echter Silberpfeil, doch seine Geschichte ist trotzdem mit der Auto Union verbunden. Kriegsbedingt muss man in Chemnitz wie bei Mercedes-Benz die Fahrzeugentwicklung ab 1939 einstellen. Aber der Chef der Auto Union-Rennabteilung Robert von Eberan-Eberhorst will nicht den Anschluss an die Stuttgarter Rivalen verlieren. Daher werden die Versuche zur Entwicklung eines neuen V12 1,5-Liter-Rennwagenmotors fortgeführt. Jener Leistungsklasse, in der Mercedes 1939 beim Großen Preis von Tripolis mit dem W 165 triumphierte. Bis zur Schließung der Rennabteilung im Jahr 1941 arbeiten im Zwickauer Quartier 20 Mitarbeiter am kleinen Rennwagen. Dann landen Baugruppen, Einzelteile und Zeichnungen in einem Depot in der August-Horch-Straße, wo schon Rennwagen der Typen C und D aufbewahrt werden. 1944 wird das Lager bei einem Brand großenteils zerstört. Das schürt Gerüchte, es sei ein Prototyp, ein kleiner Typ E entstanden. Ein Modell gab es zwar nie, doch die abgebrochenen Versuche bilden die Grundlage für den späteren Typ 650: Zwei-Wellen- Getriebe, kürzerer Radstand, Getriebe vor der Hinterachse und ...
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