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... Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi. Rambo-Darsteller und Despoten: Dagegen sind die Schnittlauchlöckchen und Outfits der Achtziger fast subtil, elegant. In der Lamborghini-Familie war der LM002 von Anfang an ein schwarzes Schaf. Sein Vorbote war ein Prototyp, den die amerikanische Firma Mobility Technology International (MTI) mit Lamborghini entwickelte und der für die US-Army als Allzweck-Fahrzeug gebaut werden sollte. Der anvisierte Jeep- Nachfolger hatte Allradantrieb, Rohrrahmen-Chassis, Glasfaserkarosserie und Heckmotor (5,9-Liter-V8 von Chrysler). Die Studie war noch nicht fertig, da wurde sie – als Cheetah – beim Genfer Automobilsalon 1977 vorgestellt. Umgeben von sehr kantigen Keilstudien, neben dem fast neuen Lamborghini Silhouette (Targa des 1970 präsentierten Urraco) und zwischen schon damals krassen Kreationen wie dem Simca Rancho und Aston Martins Lagonda mit »elektronischen Digitalanzeigen und Minicomputer«, signalisierte der Cheetah, dass für Lamborghini immer noch das Abwegigste gerade gut genug ist. Der superschnelle Geländewagen wurde von der Fachpresse kaum wahrgenommen – er sah ja auch aus wie von einem Wüstenplaneten. Doch er stand. Und er beeindruckte. Für Otto-Normalverbraucher war er ohnehin nicht vorgesehen, selbst wenn er aussah wie vom Planet der Affen. Dann fing der Ärger an. MTI hatte kein Geld, Lamborghini auch nicht – ...
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