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... Es hat mich ungemein gefreut Zu lesen in der Zeitung heut' Von der geplanten Aktion Für die armen Bauern ohne Lohn. Drum send' ich Kleider, Reis und Schuh' Sofort der «Auto-Revue» zu. Denn Hilfe tut so bitter Not Dem Bergler, dem der Hunger droht. Ich hoffe flehentlich im stillen, Die Leser haben guten Willen, Und spenden reichlich ihre Gaben, Schuh', Kleider, die sie übrig haben. Auch Lebensmittel leget bei, Damit die Hilfe möglich sei. Fühlen soll es jeder Christ, Dass geben seliger als nehmen ist. A. W. in D. Hausse in Mastkuren. «Lasst wohlbeleibte Leute um mich sein!» Dieses Shakespeare-Wort kommt jetzt sogar in England zu Ehren, obwohl doch dort die Schlankheit sozusagen zum Nationalcharakter gehört. Die Vergötterung der «schlanken Linie» ist eben während der letzten Jahre allzusehr übertrieben worden, und auf Grund jenes Gesetzes, nach dem mit unentrinnbarer Notwendigkeit jeder Hyperradikalismus schliesslich in sein absolutes Gegenteil umschlägt, folgt der Schwärmerei für Schlankheit nunmehr ein Kult des Embonpoints, und den mageren folgen die — nun; zwar nicht gerade die fetten, aber doch wenigstens die molligeren Jahre. Nach den Hungerkuren kommen die Mastkuren, und Skelette bedecken sich mit einer gepolsterten Hülle. Man interessiert sich zwar noch immer für Kalorien, aber nicht mehr in der Furcht vor Gewichtszunahme, sondern um nicht ...
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