Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... manch nettes Genrebildchen, das auch dem smartesten Automobilrenner noch einiges Interesse abringen musste. Der Sonntag brachte eine gewaltige Zuschauermenge in die Stadt. Ein blauer Himmel wölbte sich über dem Land, und die Hunderte von Automobilen, die sich strahlenförmig, alle im gleichen Brennpunkt sammelten, hasteten eilig der alten Universitätsstadt zu, um in deren schattigen, engen Strassen der Sonne und dem Staub zu entfliehen. Auch die überfüllten Züge von Mailand und Rom warfen Tausende von Zuschauern in die Stadt. Der grosse Extrazug zwar, der aus dem Norden von der Bahnverwaltung in fetten Buchstaben angekündet war, kam zwar mit echt italienischer Nonchalance nicht zur Ausführung oder erreichte Bologna um einen halben Tag zu spät. Die Bilder, die am Vorabend eines Automobilrennens sich vor unseren Augen abspielen, sind überall dieselben, höchstens wechselt die Kulisse, die bald Dieppe, bald Bastogne, Brescia oder Homburg heisst. Auch die Personen, die das Schauspiel darstellen, scheinen oder sind die nämlichen: Nazzaro, Lancia, Hautvast, Cagno, Wagner, Gabriel, Duray und wie sie alle heissen, die mit ihren Rennfahrzeugen ihr Glück und Pech von einem Circuit zum andern führen. Gegen 4 Uhr früh ging die Wanderung los, hinaus zum Startplatz. Wer über ein paar Beine oder Räder verfügte, fehlte nicht in dem langen Zuge, den die Glühaugen der Scheinwerfer ...
Kommentare