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... Durchschnittsfahrer gutmutig und jedem brutalen Vorgehen grundsätzlich abgeneigt. Eine kleine Anekdote aus dem eigenen Erleben Ihres Korrespondenten mag diesen Beitrag zur Psychologie der französischen Verkehrsdisziplin schliessen: Lange vor dem Krieg fuhr mich ein Freund an einem schönen Sommerabend durch Paris spazieren. Als wir das Quartier de la Villette durchquerten, zischte uns ein Lieferwagen haarscharf an den Vorderrädern vorbei. Glücklicherweise passierte nichts. Der Freund am Steuer Hess es sich aber nicht nehmen, dem unvorsichtigen Camionchauffeur ein kräftiges «Salaud» nachzurufen. Kurze Zeit darauf sass eine richtige Pariser Katze mitten auf einem Fussgängerstreifen und machte keinerlei Anstalten, ihre Abendsiesta zu unterbrechen. Mein Freund stoppte, streckte den Kopf zum Wagenfenster hinaus und rief: «Tu ne veux pas t'en aller, petit minou?», worauf das Tierchen der freundlichen Aufforderung tatsächlich Folge leistete und wir weiterfahren konnten. So ist der Pariser Automobilist, freundlich und zuvorkommend, wenn man ihn nicht reizt. Auf jeden Deutschen muss es ernüchternd wirken, was ein hoher US-Kommandeur eines grossen internationalen Flughafens jüngst bestätigte: «dass es heute gefahrloser sei, einen ganzen Tag und eine ganze Nacht in einer Clipper-Maschine von Frankfurt a. M. über den Atlantik nach New York zu fliegen, als mit ...
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