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... gerungen. Die eine ging darauf hinaus, das Wissen um die Unfälle systematisch zu verbreiten und den Einzelmenschen von der Nützlichkeit der Unfallverhütung zu überzeugen. Massgebend blieb dabei der heute zweifelhaft gewordene Grundsatz, dass aus dem Wissen sich ohne weiteres auch das rechte Tun und Handeln ergebe. In der Schule spiegelte sich diese Methodik der Verkehrserziehung durch die Aufstellung umfassender Lehrstoffpläne für den Verkehrsunterricht und die Forderung, diesen in allen Lehranstalten als Schulfach obligatorisch einzuführen. Der Erfolg dieser auf die reine Vernunft eingestellten Lernmethode hat sich bald als zweifelhaft erwiesen. Es drang eine andere Ansicht durch: Nach dieser kann das Ziel der Verkehrsunfallverhütung nur dadurch erreicht werden, dass dem Einzelmenschen vom Elternhaus bis zu seiner Vollreife in systematischer Erziehung unfallverhütende Geisteskräfte und -eigenschaften eingepflanzt werden. Durch Selbsterlernen der Verkehrsbedingungen und die Aneignung einer neuen inneren Haltung soll der zukünftige Strassenbenützer befähigt werden, sich unfallsicher im modernen Verkehr zu bewegen. Die zweite Grundauffassung über die Verkehrserziehung halten auch wir für die richtige. Sie ist selbstverständlich auch auf die Vermittlung notwendiger Kenntnisse angewiesen, aber diese Arbeit ist sekundär und steht im Dienste der primären ...
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