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... aus. Nach 19 Stunden am Stück waren sich Gewerk schafter und Arbeitgeber einig: Mindestens 640 Mark Sockelbetrag für jeden Be schäftigten in der Metallin dustrie, 36 Stunden Arbeits zeit pro Woche ab 1. April 1993, nur noch 35 Stunden ab 1. Oktober 1995 und vorne weg, vom 1. Juni 1990 an, sechs Prozent mehr Lohn. „Ein Erfolg ohne Wenn und Aber“, wie sich IG-Metall- Chef Franz Steinkühler voll Stolz auf die Brust klopft. Lob für diese rasche und volkswirtschaftlich preis werte Regelung gebührt in des den schnellen Brüdern Hundt und Riester. Letzte rer wurde wohl vom „Spie gel“ geziehen, versäumt zu haben, die alten Tarifverträ ge rechtzeitig zu kündigen, was Handlungsunfähigkeit für Warnstreiks vor dem 29. Mai mit sich bringe; Rie ster hatte gleichwohl ganz anderes im Sinn: Gemein sam mit seinem Widerpart schmiedete er das heiße Ei sen der Metall-Tarife be reits, als andere noch gar nicht wußten, daß schon gehämmert wird. Riester brachte für Gewerkschafts verhältnisse gar revolutio näres Gedankengut ein: Ma ximal 18 Prozent der Ar beitnehmerschaft solle eine Option auf eine 40 Stunden-Woche er halten. Freiwillige Mehr arbeit gegen mehr Lohn oder mehr Freizeit für einzelne: Plötzlich darf es Gleichere unter den von jeher starrköpfig Gleichen der Gewerk schaft geben. Riester wußte, daß die Verhandlungsposi tion seiner ...
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