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... zu beeinflussen. Aber wer von den Verantwortlichen hält sich schon daran? So hat Herr Haar (SPD), Staatssekretär im Bonner Verkehrsministerium, im letzten Sommer be hauptet, die Richtgeschwindigkeit bringe nichts, und die Bundesrepublik könne sich kaum dem weltweiten Trend zur Geschwindigkeitsbegrenzung entziehen; Herr Weyrosta (SPD), Stuttgarter Parteigröße, den unverzüglichen Abbruch des Großver suchs und die sofortige Einführung des Tempolimits gefordert; Herr Gscheidle (SPD), Verkehrsminister in Bonn, angeordnet, neue Autobahnen müßten schmaler und einspurig werden, weswegen sie nur noch mit 100 km/h befahren werden könnten; Herr Matthöfer (SPD), Forschungsminister in Bonp, behauptet, 2000 bis 3000 Menschen würden jährlich nicht getötet, wenn die Autobahnen mit Tempolimit versehen wären — dabei kamen 1975 genau 948 Verkehrsteilnehmer hier zu Tode. Der Fall Matthöfer zeigt, wie die Manipulation der öffentlichen Meinung abläuft. Da wird der Minister, so nebenbei, gefragt, was er vom Tempolimit halte. Da betont er, er sei Mitglied des SPD-Parteivorstandes, und erklärt, er sei — was niemanden interessiert — „als Mensch" dafür, um das Leben von wenigstens 2000 Menschen im Jahr zu erhalten. Als er dann wegen seines demagogischen Unfugs kritisiert wird, beklagt er den „Verfall der Diskussionssitten“, rät selber zum Abwarten - er selber, Matthöfer, ...
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