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... Werner Breitschwerdt abserviert. Edzard Reuter übernahm den Vorsitz und das Ressort Visio nen, und zeitgleich fand sich der gelern te Kfz-Mechaniker Schrempp im Ehren kreis des Vorstands wieder - zuständig für den Geschäfts bereich Nutzfahrzeuge, aber unter einem neu en, nicht dem Daimler- Goldfischteich entwachsenen Chef: Helmut Werner, zuvor Boß des Reifenherstellers Conti. Daß jetzt die Verhältnisse umgekehrt sind, versetzt seit Monaten Öffentlichkeit und das Topmanagement des Kon zerns in ein Phantasialand der Spekulationen. „Wird Merce des-Benz aufgelöst?", fragen die einen, „Werner wird weggelobt“, glauben die anderen. Tatsache ist nur eins: In dem 100 Milliarden-Konzem Daimler tobt ein Machtkampf ohnegleichen, obwohl der acht Jahre jüngere Schrempp gleich bei seiner ersten Bi lanzpressekonferenz der Frie denspflicht genügte: „Dieser Vorstand besetzt nicht den Aufsichtsrat, und wir brau chen Herrn Werner im Vor stand dringend.“ Mag sein. Aber Tatsache ist auch, daß seit dem überra schenden Tod des Daimler- Chefs Gerhard Prinz im Okto ber 1983 nichts mehr die Führungsmannschaft so sehr emotional blockiert hat wie der straffe Führungsanspruch von Schrempp („Operational geführte Konzerne haben eine bessere Effizienz“) und die damit verbundene Auflösung von Mercedes-Benz als selb ständige Aktiengesellschaft. ...
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