Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Früher fiel noch mitten in den späten Schlaf hinein der Schall erster Schritte auf den einsamen Bürgersteigen, das leise Heulen eines vorüberrasenden Autos, das Holpern eines Handwagens. Diese ersten Geräusche der sich regenden Stadt sind verschwunden. Man ruht in der Stille des kleinen Ortes wie in einem Sack, der oben zugeschnürt ist. Schon können draussen die frischbelaubten Aeste der Bäume von der ersten Sonne mit rotem Licht bestrichen werden, und noch immer ist das Haus in schweigender Versunkenheit. Nur ganz früh am Morgen wird die Stille kurz unterbrochen, dann, wenn schwere Holzschuhe über die freie Stiege des nahen Bauernhauses hinunterklappern. Man weiss, nun geht der junge Melker mit den merkwürdig frischen Augen, die breite Brust unter dem blaugestreiften Hemd nur halbverhüllt, zu seinen Tieren in den Stall. Langsam kommt die Helle des Tages emporgekrochen, und die Schatten im Zimmer ziehen sich zurück. Die paar Sterne, die nachts über dem nahen Hügel durchs Fenster zu sehen sind, verschwinden und tauchen im intensiver werdenden Blau des früh- Engshaften Himmels unter. Jetzt beginnt die Vase auf dem kleinen Tisch zn klirren, ein schwerbeladener Lastwagen saust, mit Blachen überdeckt, mit grosser Geschwindigkeit auf der nahen Landstrasse vorüber. Der Blick taucht aus dem Traumreich in die Wirklichkeit zurück. Da liegt neben dem Bette das Buch, ...
Kommentare