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... Tragen von Sicherheitsgurten sei »albern«, es komme auf die »freie Entfaltung am Steuer« an, und langsame Fahrer verhielten sich »verkehrsgefährdend«. Fazit: Der Mensch am Steuer entfalte ein ungehemmtes Machtund Uberlegenheitsgefühl; einmal in Geschwindigkeit versetzt, läßt er sich ungern überholen, versucht den anderen abzuschütteln, dulde keinen Nebenbuhler. Solch böses Bild vom Autofahrer zeichneten Psychologen als Ergebnis einer Untersuchung mit »experimenteller Hypnose«; die Testkandidaten waren dabei zunächst in wachem Zustand und danach in Hypnose über ihre Meinung zur Verkehrssicherheit befragt worden. Freilich — das aufschlußreiche Experiment fand vor einiger Zeit in England statt. Die Versuchspersonen waren samt und sonders Briten, die — wer hätte das gedacht! — hinter ihrer nach außen zur Schau getragenen Kühle ganz offensichtlich nur mühsam unterdrückten Kampfesgeist verbergen. So weit, so schlecht. Wie aber mag es angesichts der düsteren Nachrichten aus dem Inselreich um das Innenleben des deutschen Autofahrers bestellt sein? Ist auch er in Wirklichkeit ein verkappter Bösewicht, der seine Triebe am Steuer nur mühsam zügeln, dessen Wohlverhalten im Verkehr nur erzwungen werden kann — obwohl doch hierzu lande, und das schon seit Jahren, mit Hilfe aufwendiger Anzeigenkampagnen, Werbespots und farbiger Riesen-Poster die ...
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