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... Sicherheit? Sie bleibt, um dies gleich vorwegzunehmen, ganz am Schwanzzipfel der Statistik. Nur 0,2 Prozent, also nur einer von 500 Aufkäufern des Jahres 1968, entschied sich für die Sicherheitsfarbe Gelb. Eine Feststellung, die übrigens nicht Diplomand Neumeister traf, sondern die jüngste Umfrage der Fachzeitschrift »der fahrzeugund metalllackierer«. (Auf der nächsten Seite können Sie aus unserer bunten Grafik das Gesamtergebnis dieser Umfrage ersehen.) Was aber die eigentliche und fast einzige Triebfeder für die Wahl der Autofarben ist, drückte Neumeister in seiner Diplomarbeit so aus: »Die Behauptung, der Glanz des reich verchromten und lackierten Fahrzeugs ersetze dem modernen Mann das, was er an Staat in seiner Kleidung eingebüßt hat, läßt sich so lange aufrechterhalten, wie das Automobil eine Sonderstellung im Bereich der Gebrauchsgüter darstellt.« Etwas schlichter ausgedrückt: Für den Mann hat die Farbe seines Autos nur eine einzige Funktion, nämlich ihn zu schmücken. Sie ist also eine reine Modeangelegenheit. Und für die Frau? Für die sowieso! Einst waren Autos, wie man weiß, fast ausschließlich schwarz. Henry Ford ist vielleicht an jener »seriösen« Periode der Automobilfarbenmode nicht ganz unschuldig. Von ihm stammt das berühmte Zitat: »Sie können das T-Modell in jedem beliebigen Farbton haben, sofern dieser ...
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