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... sich zeigen. Andaiusische Bauern und Männer im Smoking. Wie in der Oper. Die Leute, die hier selig miteinander herumstehen, haben dabei im Grunde nicht das Geringste miteinander zu tun. Die Gesellschaftsklassen sind immer noch wie durch Feuer geschieden. Aber die Sevillaner spielen trotzdem dies Theaterstück an Verbundenheit und Verbrüderung, wie sie es seit Jahrhunderten gespielt haben, mit derselben herrlichen Spielerischkeit, welche in Sevilla schliesslich auch das Unmögliche zu vereinen vermag. Die Glocken des Turmes von Sevilla, der Giralda, bewegen sich indessen für jedermann sichtbar um ihre Achse und schwingen um sich selbst herum, bald rasch, bald langsam, je wie die Seile gezogen werden. Die Armee von Vögeln aber, die durch den metallenen Donner aufgescheucht wird, schwebt, wie von dem Läuten getragen, ruhig, ohne Flügelschlag, über dem Turm, solange die Klöppel hämmern. Und genau mit dem letzten Schlag kehren sie in die Giralda zurück. Die charakteristischste Sprache Sevillas reden die Gärten des maurischen Alkazar- Schlosses, die Sprache jener grünäugigen andalusischen Frauen, die, ob sie Zigarettenarbeiterinnen oder Herzoginnen sind, mit der Granatblüte hinter dem Ohr, im Mantel aus Wolle oder im Mantel von Manila überall erscheinen, so dass Sevilla tatsächlich im Leben genau so aussieht, wie es in der Oper aussieht. Die Gärten des Alkazar haben alle ...
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