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... Gedanken, immer bereit, die Dinge aus ungewohnten Per spektiven zu betrachten. „Sehen Sie, Janus, meine Seefahrtzeit hat mir viel gegeben. Unter anderem auch einen Freiheitsgrad mehr für mein dynamisches Körper- Gefühl.“ „Ich verstehe Sie nicht ganz.“ „Jeder Kraftfahrer entwickelt dieses Körpergefühl für die Dynamik bewegter Massen, das ich meine. Am deutlichsten registriert man es im — sagen wir — edelsten Körperteil, um mich nicht drastischer auszu drücken. Jenes Gefühl dafür z. B., was das Fahrzeug macht, wenn es außer Kontrolle gerät. Der Motorradfahrer besitzt es am ausgeprägtesten. Warum? Das einspurige Fahrzeug hat einen „Freiheitsgrad“ mehr als das zweispurige: es steht nicht von selbst, es ist quer zur Fahrtrichtung labil in der Hochachse, solange es nicht in Bewegung ist. Übrigens: Motorradfahrer am Steuer von Wagen haben viel weniger Unfälle von der Sorte, die nicht auf grob schuldhaftem Verhalten be ruhen. Sie fahren sensibler. Ich kenne einen großen Fernverkehrsunteinehmer, der stellt nur Fahrer ein, die alte Kradfahrer sind.“ „Das leuchtet mir ein.“ „Sehen Sie. Und wenn Ihnen der Wagen aus dem Steuer läuft, wenn die Straße glatt wird zum Beispiel, oder die Reifen zu weich aufge pumpt sind, dann sagen Sie: Er schwimmt. Ich sage: Der Wagen hat durch die Verringerung der Seitenführungskräfte einen Freiheitsgrad mehr, nämlich quer zur ...
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