Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... einmal, ob es in Japan Autohersteller gab. So flog ich 1961 das erste Mal nach Japan,nur um rauszufinden, wer dort überhaupt Autos baute und wiedie aussahen. Ich war der erste westliche Designer, der sich um Japan kümmerte, und bei meinem fünften Besuch wurde ein Vertrag mit Nissan unterschrieben.» Graf Goertz designte, oderzumindest skizzierte, den 240 Z, es wurde eine unbeschreibliche Image-Kanone fürdie Firma. Mit frisch erwachtem Selbstwertgefühl war es den Japanern dann peinlich, dass ausgerechnet ihr Paradeauto von einem Amerikaner stammen sollte. Sie verhunzten, gewiss nicht absichtlich,das Facelift und liessen mitteilen, dass Goertz mit dem 240 Z nie etwas zu tun gehabt habe. Goertz ging vor Gericht, die Japaner kriegten kalte Füsse und boten eine Regelung an. Das Entgelt für die seelischenSchmerzen war dann «erheblich höher als das Honorar, dasich für die tatsäcliliche Arbeit bekommen hatte». So kam auch der Graf langsam in die Jahre und wurde ein berühmter Designer, eingebettet in den nieabreissenden Erfolg seiner Möbel, Mixer, Uhren, Kameras (Agfa, Fuji, Polaroid), der berühmten Fissler- Pfannen und beliebten Neff-Herde, des unvermeidlichen Rowenta-Bügeleisensund des klassischen Montblanc-Füllers. Exklusiv für Martina Navratilova entwarf er Puma-Sportkleidung, sie war entzückt von ihrem Grafen Auch Autofirmen riefen ihn immer ...
Kommentare