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... Bretz ist tot In Belgien brach er einmal klammheimlich den Rückstrahler aus dem Leitpfosten einer Landstraße. Wieder zu Hause in Köln, schickte er ihn dem Verkehrsminister — mit der Aufforderung, auch an unseren Straßen solche Strahler zu montieren. Ein kleines Beispiel nur. Doch es zeigt, wie Hans Bretz war: Als Journalist und Publizist nicht nur ein glänzender Theoretiker, sondern immer auch ein Mann, der praktisch dachte und handelte. Das war schon 1927 so, als er den ADAC bewog, erstmals im großen Stil die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit von Kraftfahrzeugen zu erproben — auf dem eben eröffneten Nürburgring. In einer 6-Tage-Nonstopfahrt wurden damals Motorräder um den Ring geschickt, danach 30 Tage lang auch Wagen; die Testfahrzeuge hatte man irgendwo im Handel gekauft, die Prüfer von technischen Hochschulen geholt. Eine Generation später stritt Hans Bretz noch immer für den technischen Fortschritt bei der Motorisierung, für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Er sorgte z. B. dafür, daß man in Deutschland den Beruf des »Verkehrs-Ingenieurs« schuf. Und er war der erste, der — im Wahljahr 1965 — mit dem »Manifest der Kraftfahrt« die Vorstellungen unserer Zeit zum Verkehr von heute und morgen niederlegte. Dabei vergaß er nie, auch den Autofahrern selbst ins Gewissen zu reden: »Das Auto ist nicht das höchste Gut und Glück der Menschen.« ...
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