Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... vegetiert hatte. Als 1962 die Reihe 2600 erschien, stach die Form der Berlina erneut recht unvorteilhaft vom eleganteren Paar des Coupes Sprint und des Spiders ab. Bei näherer Bekanntschaft mit diesem Wagen kommt man zu einem ge- änderten Urteil und erinnert sich, dass sich die viertürigen Fabriklimousinen von Alfa Romeo besser verhalten, als sie aussehen. Weder bei den frü- heren Modellen 1900 und Giulietta noch beim heutigen Giulia TI erweist sich die Linie der Karosserie den Leistungen und dem Verhalten der Wagen würdig. Beim 2600 Berlina ist die Diskrepanz besonders gross. Für den Konstruktionsstab von Alfa Romeo war diese Akzentsetzung lange Jahre typisch. Wenn auch mit grosser Anstrengung an den Karosserien gearbeitet wird, so schwingt das Herz der Konstrukteure und Versuchsleute erst dann mit, wenn es um den Motorenbau und die letzten Finessen der Fahreigenschaften geht. Diese nicht leicht erfassbaren Zusammenhänge, die durch die Nachwehen der grossen Grand- Prix-Erfolge der Marke mitbeeinflusst werden, sind für das stark von Gefühlsmomenten gekennzeichnete Publikumsbild von Alfa Romeo mitverantwortlich. Im rauhen Klima des heutigen Konkurrenzkampfes der Automobilindustrie sind aber andere Faktoren entder Modelle meist grössere technische und publizistische Aufmerksamkeit geschenkt als den bescheideneren ...
Kommentare