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... Leber die verbilligten Tarife für den Personen-Nahverkehr aus seinem Plan ausgeklammert hat, ist zumindest solange gerechtfertigt, wie eine Erhöhung dieser Tarife ein Abwandem derjenigen, die heute noch mit der Bahn zur Arbeit fah ren, auf die Straße zur Folge hat. Denn ein wichtiger Punkt des Leber-Plans wurde in der Diskussion bisher zu wenig berücksichtigt: Leber will die öffentlichen Verkehrsmittel wieder attraktiv machen und dadurch die Straßen entlasten. Und der Straßenverkehr? Hier hat der unbefangene Beobachter den Eindruck, als solle hauptsächlich dem mittelstän dischen Güterfemverkehrsgewerbe der Garaus gemacht werden. Wenn es so wäre, dann wäre dies eine Härte, und man müßte zumindest überlegen, ob man eine bestimmte Sparte des gewerblichen Lebens der Flüssigkeit des Verkehrs opfern darf. Aber wie sehen die Tat sachen aus? Im gewerblichen Güterfern verkehr waren 1966 24 899 Fahrzeuge eingesetzt. Das ist wenig im Vergleich zu den 77 431 Einheiten, die zum Werkfemverkehr zählen, also zum Fuhrpark von Unternehmen, die zum Transport von Roh material oder Fertigfabrikaten eigene Lastzüge unterhalten. Und hinzu kommen 75 000 Unternehmen des Güternahver kehrs. Beides, nämlich Werkfemverkehr und Güternahverkehr, hat sich im letzten Jahrzehnt weit stärker vermehrt als der Güterfernverkehr, und zwar nahezu un kontrolliert und ...
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